Die unten aufgeführten Punkte stellen keinesfalls eine rechtliche Beratung da. Sie dienen lediglich einer allgemeinen Vorinformation. Eine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Qualität wird nicht übernommen. Für rechtliche Beratungen wende Dich bitte an deinen Steuerberater bzw. juristischen Beistand.

Generell gelten Werbegeschenke wie alle Geschenke als Sach- oder Geldzuwendung!

werbegeschenke recht

Unternehmer, die ihren Kunden, Mitarbeitern oder Lieferanten ein Werbegeschenk machen, unterliegen gewissen steuerlichen Auflagen. Es gibt Freibeträge für Werbegeschenke die damit steuerlich zumindest teilweise absetzbar sind.

Hier findest Du einige Informationen zur rechtlichen Betrachtung von Werbegeschenken.

Präsente für Mitarbeiter, Angestellte

Mitarbeitergeschenke können als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden, sofern pro Angestelltem und Jahr die Freigrenze von 44 Euro (inklusive Umsatzsteuer) eingehalten wird. Sollte diese Grenze überschritten werden, ist für diese Ausgaben Lohnsteuer fällig.

 

Besondere persönliche Ereignisse – Aufmerksamkeiten

Zu den Aufmerksamkeiten zählen Sachzuwendungen (etwa Blumen, Karten, Genussmittel, Bücher, Tonträger, uvm.), die ein Angestellter von seinem Arbeitgeber zu einem besonderen persönlichen Ereignisses erhält. Unter die akzeptierten Ereignisse fallen folgende: Geburtstage, Jubiläen oder die Geburt eines Kindes. Falls der Nettowert der Aufmerksamkeit nicht mehr als 44 Euro (inklusive Umsatzsteuer)beträgt, ist die Aufwendung als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Geschenke an Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner

Mittlerweile muss auch für Präsente an Kunden oder Geschäftspartner Lohnsteuer bezahlt werden. Die Freigrenze ist hier etwas niedriger als bei Mitarbeiter-Präsenten: Diese Grenze beträgt derzeit 35 Euro. Bei Überschreitung dieses Grenzwertes wird dieses Geschenk den nichtabzugsfähigen Betriebsausgaben zugeordnet.

Freigrenze

Eine sogenannte „Freigrenze“ ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten „Freibetrag“! Sollte der Grenzwert von 35 bzw 40 Euro als Nettowert überschritten werden, verlangt der Gesetzgeber von Dir als Verschenker, dass Du für den Gesamtnettowert des Präsentes Lohnsteuer entrichtest.

Streuartikel

Zu den Streuartikeln zählen z.B. Kugelschreiber, Feuerzeuge, Notizblöcke oder Kalender. Sie zählen zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben. Bei Nettowerten von maximal 10 Euro muss weder der Schenkende noch der Beschenkte Einkommensteuer entrichten.

Steuerliche Behandlung beim Empfänger

Beträgt der Wert eines Werbegeschenks mehr als 10 Euro, so muss der Empfänger die entsprechende Summe versteuern. Es ist dabei unerheblich, ob diese Aufwendung beim Schenkenden zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben gerechnet wird oder nicht. Der Schenkende kann jedoch die Steuer für den Empfänger übernehmen. Um eine Doppelbesteuerungen zu verhindern, ist es ausreichend, den Beschenkten hiervon formlos zu informieren. Die Methode der Pauschalversteuerung ist hierbei einer der wählbaren Wege.

Gesetzliche Aufzeichnungspflichten

Grundsätzlich solltest Du darauf achten, dass die Aufwendungen für ein Geschenk einzeln und getrennt aufgezeichnet und aufbewahrt werden. Die Buchung in der Buchhaltung ist innerhalb einer Frist von zehn Tagen auf einem gesonderten Ausgabenkonto zu tätigen, ansonsten können die Aufwendungen nicht mehr verrechnet werden. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Name des Empfängers in der Buchung enthalten ist. Außerdem ist eine gesonderte Aufzeichnung in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorgeschrieben.

Sachzuwendungen – Pauschalversteuerung

Es gibt die gesetzliche Rahmenbedingung der sogenannten Pauschalversteuerung von Sachzuwendungen. So kannst Du die Steuer auf die Sachzuwendungen zu einem Pauschalsteuersatz von 30 Prozent übernehmen. Bemessungsgrundlage ist hier der Bruttowert sämtlicher Geschenke eines Jahres. Wichtig ist dabei, dass die Zuwendung betrieblich veranlasst ist. Ebenso dürfen die Geschenke pro Empfänger und Wirtschaftsjahr den Betrag von 10.000 Euro nicht überschreiten. Dies gilt für jede einzelne Sachzuwendung. Unerheblich ist dabei, ob es sich bei dem Empfänger des Geschenkes um einen Angestellten, Kunden, Lieferanten oder einem anderen Geschäftspartner handelt. Der Pauschbetrag wird über die Lohnsteuer am Jahresende abgerechnet.

Betriebliche Anlässe – Private Anlässe

Geschenke müssen betrieblich veranlasst sein, um den betrieblichen Ausgaben zugerechnet werden zu können. Andernfalls gehören sie zu den Kosten der privaten Lebensführung, die nicht abzugsfähig sind. Präsente die anteilig aus privatem und aus betrieblichem Anlass getätigt werden, zählen zu den Kosten der privaten Lebensführung.

 

Die